An Purim erinnert Meir Panim an die Freuden des Gebens | Freunde von Meir Panim eV

An Purim erinnert Meir Panim an die Freuden des Gebens

An Purim erinnert Meir Panim an die Freuden des Gebens

Das jüdische Purimfest wird dieses Jahr am 12. März gefeiert und unterscheidet sich von all den anderen jüdischen Feiertagen, die eher in getragener, ernster Stimmung begangen werden. Purim hingegen wird als freudiges Fest mit reichlich Essen und Trinken gefeiert, an dem sich die Leute verkleiden. Doch für Israels bedürftige und zurückgezogen lebende Menschen wird es zu einer schweren Herausforderung, Purim als Fest der Freude zu begehen. Meir Panim hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, diesen Feiertag mit mehreren Angeboten für sie möglichst festlich zu gestalten.
Zum Purimfest muss das Buch Ester aus zwei Gründen öffentlich vorgelesen werden: Zum einen wird damit das jüdische Gesetz eingehalten, „zu gedenken, was dir die Amalekiter antaten auf dem Wege, da ihr aus Ägypten zoget. Wie sie dich angriffen und die letzten deines Heeres schlugen, all die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du müde und matt warst. Und wie sie Gott nicht fürchteten.“ (Deuteronium 25:17-18). Zum anderen sollen die Teilnehmer daran erinnert werden, dass Gott allgegenwärtig ist, auch wenn seine Anwesenheit nicht offensichtlich ist.
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Es ist interessant, dass Gott im Buch Ester nie namentlich erwähnt wird. Doch er vollbrachte große Wunder, um das jüdische Volk vor Hamans bösen Plan zu bewahren (Haman gilt traditionell als Nachfahre Amaleks), mit dem er 357 v. Chr. das Volk der Juden auslöschen wollte. Auch wenn diese Geschichte bereits Tausende von Jahren zurückliegt, sollen wir uns daran erinnern, wie viel Gutes Gott für uns getan hat, und es großzügig feiern.

Das Buch Ester enthält auch besondere Gebote, die an diesem Feiertag eingehalten werden müssen. Dazu zählt eine reichhaltige Mahlzeit einzunehmen, Freunden Lebensmittelpakete zu schenken und eine Gabe an Bedürftige.

„Diese Gebote gilt es zu befolgen“, erläutert Goldie Sternbuch, Leiterin von Meir Panims Auslandsbeziehungen. „Jeder Gläubige muss sich daran halten, doch für 1,7 Millionen Israelis, die unter Armut leiden, ist es schlicht unmöglich, Gottes Gebote zu erfüllen.“
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Um sicherzustellen, dass möglichst viele dieser Betroffenen diesen Feiertag genießen und gleichzeitig Gottes Gebote beachten können, unterstützt Meir Panim sie mit einer Reihe von Angeboten. In den von Meir Panim betriebenen kostenlosen Restaurants in ganz Israel werden ihnen besondere Köstlichkeiten von freiwilligen Helfern serviert, die sich zur Feier des Tages entsprechend verkleiden.

„Meir Panim hat sich als Ziel gesetzt, Menschen vor Hunger zu bewahren und sie aus dem Teufelskreis der Armut zu befreien“, erläutert Sternbuch. „An Purim wird anderen etwas gegeben. In diesem Sinne verteilen wir Essen und geben jedem Gast zwei Geschenke mit auf den Weg – eins ist für den Gast selbst, das andere kann er an jemanden weiterverschenken.“
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Für Juden besteht das ganze Jahr über die Pflicht, anderen etwas zu abzugeben, doch im Talmud steht zu Purim, dass „jeder, der darum bittet, etwas erhält“. Daher ist Purim bekannt als der Tag des Jahres, an dem andere beschenkt werden.

Die Kinder aus bedürftigen Familien folgen dieser Tradition im Rahmen von Meir Panims Jugendbetreuungsprogrammen. Sie verkleiden sich und teilen an die Menschen, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen ans Haus gefesselt sind, Lebensmittelpakete aus, die von Meir Panim zusammengestellt werden. Auch auf Krankenstationen werden die jungen Leute mit dem Verteilen von Geschenken Freude verbreiten.

„Es ist wichtig für jeden die Erfahrung zu machen, ein Gebender zu sein“, findet Sternbuch. „Egal wie eingeschränkt die eigenen Möglichkeiten sind, es ist eine schöne Erfahrung, einem anderen eine Freude zu bereiten, ist sie auch noch so klein. Dadurch wird diese Welt zu einem besseren Ort.“