MeirPanim | Freunde von Meir Panim eV

ungewöhnliche Kooperation zwischen Meir Panim und der Polizei

Liebe Freunde,
letzte Woche haben wir Or Akiva besucht, um uns vor Ort von der ungewöhnlichen Kooperation zwischen Meir Panim und der Polizei zu informieren.
Die Polizei hat ihre Zusammenarbeit mit Meir Panim intensiviert, um besonders bei den Jugendlichen eine größere positive Akzeptanz und Respekt aufzubauen. Wir haben uns mit dem beduinischen Beamten H getroffen, der bei der Polizei der Verbindungsmann zur Gemeindeverwaltung und zu Meir Panims Mitarbeiterin Ilanit ist. Lesen Sie mehr...

Projekt zwischen der israelischen Polizei und Meir Panim in Or Akiva

Bahnbrechendes Projekt zwischen der israelischen Polizei und Meir Panim in Or Akiva
Projekt MILA (Jugendrehabilitationsprogramm der Polizei)

Dieses Projekt findet in enger Kooperation zwischen der israelischen Polizei und der Gemeinde statt und ist das größte Rehabilitationsprogramm in Israel.
Der beste Beweis für den Erfolg dieses Programms ist, dass kein Jugendlicher, der es durchlaufen hat, je wieder auf einer Polizeiwache landete, um verhört zu werden! Lesen Sie mehr...

Meir Panim verteilt 3.000 Challot in der Woche an Bedürftige in Israel

Meir Panim verteilt 3.000 Challot in der Woche an Bedürftige in Israel

Meir Panim, eine Organisation welche zu dem Zweck gegründet worden ist, die verheerenden Auswirkungen
der Armut in Israel zu mindern, hat ein neues Programm gestartet.
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Das Projekt wird „Challah für den Shabbat - Projekt“ genannt, Meir Panim verteilt 3.000 Challot wöchentlich an bedürftige Menschen in ihren sechs kostenlosen Restaurant-Style Suppenküchen und durch ihr Mahlzeiten-auf-Rädern-Programm. Meir Panim Restaurants sind von Sonntag bis Donnerstag geöffnet. Die Organisation serviert jährlich fast 400.000 warme und nahrhafte Mahlzeiten an hungrige und einsame Menschen in diesen kostenlosen Restaurants. Lesen Sie mehr...

IDF und Meir Panim - gemeinsam gegen Armut und Hunger

IDF bekämpft Israels Feind im Inneren: gegen Armut und Hunger gemeinsam mit Meir Panim

Die Israelische Armee Israel’s Defense Forces (IDF) ist eigentlich für seine gefürchtete Kampfweise bekannt das Heilige Land zu verteidigen. Wahrscheinlich weniger bekannt ist die Tatsache, dass die israelische Armee auch den Feind im Inneren des Landes bekämpft, nämlich Armut, Hunger und Einsamkeit.
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Meir Panim ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die sowohl sofortige als auch langfristige Hilfe für junge und alte Bedürftige in Israel leistet und a Lesen Sie mehr...

Kluft zwischen Arm und Reich

Kluft zwischen Arm und Reich

Der neuesten OECD-Studie über Einkommensunterschiede und der Kluft zwischen Arm und Reich zufolge ist Israel in der westlichen Welt das Land mit dem höchsten Prozentanteil von Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, nämlich 21 Prozent der Israelis. Israel nimmt damit Platz drei in der Welt ein und rangiert über Mexiko, Türkei und Chile sowie der USA. Seit den 1990ern ist dieser Prozentsatz um über 7 Prozent angestiegen.
Laut der Studie „steigt die Einkommensunterschied. Vor fünfundzwanzig Jahren war das Durchschnittseinkommen der reichsten Zehn Prozent in den OECD-Ländern sieben Mal höher als das der ärmsten Zehn Prozent; heute ist es neuneinhalb Mal höher.“ In Israel sind die Zahlen besonders gravierend, es rangiert hinter Mexiko und den USA an dritter Stelle.
Ein weiterer Bereich in der Studie, in dem Israel ganz oben rangiert, ist die Ungleichheit der Entlohnung von Männern und Frauen. Männer in Israel verdienen durchschnittlich 22 Prozent mehr als Frauen. Damit rangiert Israel weltweit auf dem vierten Platz hinter Südkorea, Estland und Japan. In den meisten Ländern liegt dieser Prozentsatz bei 15.
Die Studie schlägt vor, dass die Politik mit einer Reihe von Maßnahmen diese Entwicklung korrigieren könnte, indem sie mehr Menschen in Arbeit bringt, das Schul- und Ausbildungssystem reformiert, Arbeitnehmer fortbildet, Teilzeitjobs fördert und das Steuersystem entsprechend ändert.

Schockierende Armutsstudie erschüttert Meir Panim

Schockierende Armutsstudie erschüttert Meir Panim

Das israelische Sozialversicherungsinstitut gab im Dezember 2015 seine jährliche Armutsstudie für das Jahr 2014 heraus. Darin wird festgestellt, dass über 1,7 Millionen Israelis unter der Armutsgrenze leben – das betrifft im Schnitt auch jedes dritte Kind.
Goldie Sternbuch, Leiter der Auslandsabteilung von Meir Panim, schätzt die diesjährige Studie, die jährlich erstellt wird, als besonders alarmierend ein.

444.900 israelische Haushalte bzw. 1.709.300 Menschen insgesamt leben unter der Armutsgrenze. Somit sind 22 Prozent der israelischen Bevölkerung, die 8 Millionen Menschen zählt, betroffen. Die Armutsrate der älteren Bewohner Israels ist auf 23 Prozent angewachsen. 776.500 Kinder sind von Armut betroffen, das sind 31 Prozent der Kinder in Israel. Lesen Sie mehr...

Wie alles anfing ...

Wie alles anfing ….
von Christine Enders

Eines Morgens haben mich beim Lesen in der Bibel einige Stellen besonders angesprochen.
Es ging darum, dass wir das, was wir bekommen haben, mit den Armen teilen sollen. Ähnliches wiederholte sich in den darauf folgenden Tagen. Ich sprach darüber mit meinem Mann, und wir hatten den Eindruck, Gott möchte, dass wir irgendwohin etwas spenden sollten. Wir hatten besonders auf dem Herzen, das jüdische Volk in Israel zu unterstützen. So beteten wir gemeinsam, um Gottes Willen zu erfahren, wohin genau wir spenden sollten, denn es gibt ja so viele verschiedene Werke, die eine gute Arbeit tun. Welches Werk sollte es sein? Wir unterstützten ja schon verschiedene Werke, aber jetzt hatten wir den Eindruck, Gott möchte nicht, dass wir irgendwo aufstocken, sondern dass wir noch ganz woandershin spenden sollten. Aber wohin? So warteten wir ab.

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neuer Armutsbericht

Laut Bericht leben 439.500 Haushalte in Israel unterhalb der Armutsgrenze, damit sind insgesamt 1.754.700 Menschen betroffen, das entspricht 22% der israelischen Gesamtbevölkerung, die bei 8 Millionen liegt. Im Vergleich zum letzten Jahr ist also ein Rückgang von 0,5% zu verzeichnen.
33% der israelischen Kinder gelten als arm, das heißt 817.200. Von Israels Senioren sind 23% von Armut betroffen, also 180.000.
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Show them we Care!

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Wie ich dazu kam, Meir Panim zu unterstützen?

Wie ich dazu kam, Meir Panim zu unterstützen?
Wie ich genau dazu gestossen bin, weiß ich nicht mehr. Aber - warum!

Ich muss da ein wenig ausholen.
Meine Familie lebte in Essen, Steller Straße 48. In der Steller Straße 37 stand (und steht) die Synagoge, heute Kulturzentrum. 1938 im November sah ich als Neunjährige morgens auf dem Weg zum kath. Gottesdienst und zur Schule aus allernächster Nähe die Synagoge brennen. Es war die sog. Kristallnacht. Dieses schlimme Erlebnis hat sich bei mir ganz tief eingegraben.
Anfang der sechziger Jahre - ich war damals Anfang 30, hatte ich alle schulischen und studentischen Hürden genommen und arbeitete in der Lernbehindertenschule. Hier fing ich an, mich mit dem Judentum zu beschäftigen. Mich interessierte die Geschichte diese Volkes, seine Religion, sein Zerstreutsein und Zusammenhalten, seine Kunst, Literatur, Malerei, das Leben in Israel. Ich las „Die Quelle“ von J.A. Michener, „Das ist mein Gott“ von H. Weitz, las Buber, kaufte mir die Buber-Rosenzweig-Bibel, las Paul Spiegel, Götz Aly - und und und. Dazu beschäftigte ich mich auch immer mit der Entwicklung im Nahen Osten. Die Gründung des Staates Israel und die wirklich wahnsinnigen Schwierigkeiten mit den Nachbarstaaten und anderen, wie Israel sich unter schwersten Opfern entwickelt hat - und jetzt ganz aktuell wieder um sein Existenzrecht kämpfen muss.
Ich bewundere das zutiefst und es bewegt mich.
Meine besondere Hochachtung gilt der Tatsache, dass Israel, der heutige Staat und die Israelis als Volk, auch in der schlimmsten Situation nicht die Kinder und die Armen im Stich lässt. Dass dieser Personenkreis Hilfe bekommt - in Form von Krankenhäusern, Essensausgaben, Schulspeisungen, unauffällige Einkaufskarten etc. Das alles finde ich sehr, sehr gut. Und mein ganz besonderer Respekt gilt der Tatsache, dass jeder aufgenommen wird, ohne Ansehen der Person, Nationalität , Religion, und so ähnlich wird es bei den Speisungen sein. Geholfen wird jedem, der (die, das) es braucht.
Da soll ich nicht mithelfen mit meinem winzigen Beitrag, gemessen an der Größe der Aufgabe?

(Allerdings gibt es noch ein paar andere Projekte, die mir auch sehr am Herzen liegen.)
Ich denke, wir hier in Europa, in Deutschland, in Westdeutschland, wir, denen es gut geht, materiell, wir sollten uns immer vor Augen halten, dass Menschen unverschuldet in Not und Elend und ins Exil geraten können. Wir sollten - und dürfen - das Teilen aus ganz schlichten humanen und humanitären Gründen nicht verlernen.


Hildegard Tönnishoff, Dülmen

Warum ich die Arbeit der Freunde von Meir Panim unterstütze - von CK

Meine Familie und ich haben Herrn Johannes Beyer als eine herzliche, tadellose und bereichernde Person kennenlernen dürfen. Nicht zuletzt hat er uns Einblicke in seine wundervolle jüdische Seele und in seine Arbeit für ‚Meir Panim‘ geschenkt. Vor einiger Zeit hatte ich das Vergnügen mit Ihm über das Thema Tzedaka (=jüdische Wohltätigkeit) zu reden und er bat mich daraufhin, ihm etwas dazu aufzuschreiben, dem ich gerne nachkommen möchte.

Es gab für meine Familie und mich regelrecht eine Zeit bevor wir das jüdische Konzept Tzedaka für uns angenommen haben und eine Zeit danach. Die Idee der Tzedaka ist von herkömmlichen Begriffen der Wohltätigkeit, z. B. Almosen oder Hilfsspenden, etwa so verschieden, wie der Mond nicht dem Abendstern, der Venus, gleicht. Gebe ich einer bedürftigen Person Almosen, so gebe ich ihr ein Geschenk. Ich überreiche ihr etwas von meinem Eigentum und tue ihr damit etwas Gutes. Nicht so in der Tzedaka, die sprachlich von der hebräischen Wortwurzel für Gerechtigkeit hergeleitet wird. Gebe ich Tzedaka, so tue ich das Rechte, ich gebe etwas von dem, was Gott mir zur gerechten Verwaltung anvertraut hat und der Empfänger schenkt mir die Freude, Gottes Partner in der Welt zu sein. Die Idee dahinter: Wie alles, so kommt auch mein Reichtum von Gott und er vertraut darauf, dass ich ihm helfe, die Welt zu heilen. Die klassische Frage der Theodizee: ‚Wie kann Gott Leid zulassen?‘ löst sich in der viel wichtigeren Frage: ‚Wie kann ich Leid zulassen, wo es mir möglich ist zu helfen und mir Gott dies geboten hat?‘ auf. Gebe ich Tzedaka, werde ich Partner Gottes und tue ganz einfach, was richtig ist. Meine beiden Mädchen werden aufgefordert mir als Vater zu helfen, Freunde Gottes in dieser Welt zu werden. Ich frage: Mögt ihr diesem oder jenem bedürftigen Menschen etwas geben? - Oh ja! Und sie springen und laufen und geben mit Freude. Wie oft konnte ich beobachten, dass unsere routinemäßige Geste des Gebens einiger Münzen, dann auch andere Menschen, etwa in der Strassenbahn, aus ihrer Scham oder ihrer Zurückhaltung befreite und sie sich ebenso entschliessen konnten zu geben! Unsere häusliche Spendenbox wird regelmässig mit kleineren Beträgen gefüllt, das trainiert die gebende Hand. Meine Börse kann ganz schnell leichter werden, wenn die Fahrt mit der U-Bahn einmal länger dauert und meine beiden Mäuschen in Freude beim Geben aufgehen. Neulich fragte mich die Kleinere von beiden, ob Sie nicht auch von ihrem Taschengeld etwas spenden sollte, weil ja eigentlich jeder etwas, von dem, was er hat, abgeben soll: Baruch HaSchem! Ja, wenn Du gibst, wird Gott Dir geben!

Im religiösen Jahr nähern wir uns Pessach und der Mitte der Schrift, dem 3. Buch Mosche 19:18 „Du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst!“ In der Tzedaka gilt es, von innen nach aussen zu helfen. Wie konzentrische Kreise um uns als Mitte herum gedacht, sind wir dazu verpflichtet, unserer nahen Familie zu helfen, dann den bedürftigen der Gemeinde, der Stadt, dem Land, dann fernen Ländern und der weiten Welt. Israel gilt hierbei hinsichtlich der Tzedaka nicht als fernes Land, wie man vielleicht annehmen könnte. Hilfe für Israel gilt als Hilfe in der näheren Umgebung. Als höchste Stufe der Tzedaka gilt es, nach Maimonides, jemandem zu helfen, nicht sein Geschäft, seine Möglichkeiten und Potenziale zu verlieren, jemandem zu helfen einen Job zu finden und zu helfen, nicht erst von anderer Hilfe abhängig zu werden, sondern zukünftig selber in Menschenwürde anderen geben zu können. Deshalb spende ich für Meir Panim, weil ich so beispielsweise Schulkinder in Israel unterstützen kann, dass sie ihre Möglichkeiten entfalten können. Und ich unterstütze Familien in Bedürftigkeit, einmal Luft zu haben, sich auf wichtige Dinge in ihrem Leben konzentrieren zu können und sich nicht verlassen und allein zu fühlen, sondern das Licht der Freude des Gebens und des Nehmens zu erfahren. Den Schulkindern, den bedürftigen Familien und den Menschen in den Suppenküchen möchte ich das wichtige Band der Verbundenheit durch gerechte Taten schenken und spende deshalb regelmässig monatlich. Es ist guter Brauch, Tzedaka in der Höhe von 18 oder einem Vielfachen von 18 zu geben, etwa 36 oder 72. 18 ist der Zahlenwert des Wortes Chai (= Leben, aus den Buchstaben Chet und Jod) und betont die herausragende Bedeutung des Lebens in der jüdischen Gemeinschaft.



Mit freundlichen Grüssen,
Ihr CK

Danke an die DIG

Wir bedanken uns hiermit recht herzlich bei der DIG-Berlin und Potsdam für das Benefizkonzert am 6. November 2011.

Die Mitglieder von Meir Panim haben beschlossen, den Erlös des Konzertes für das Projekt kostenlose Schulspeisung zu verwenden.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Roman Schütz, der mich tatkräftig bei unserem Infotisch im RBB vertreten hat.


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Auf dem Foto von l.n.r.
Herr Feilcke (DIG Vorstand), Herr Freitag (DIG Vorstand), Herr Keller (Repräsentant von Meir Panim) und Herr Beyer (Meir Panim)

Kleine Beträge für große Not

Kleine Beträge für große Not
Ehrenamtliche verkaufen in Or Akiwa gebrauchte Literatur für den guten Zweck
28.09.2011 – von Sabine Brandes

Für wahre Bücherwürmer kann es nur einen Beruf geben. Um ein Haar wäre Marion Fridman tatsächlich Bibliothekarin geworden. Dann schwenkte sie um und widmete sich als Logopädin den Sprachproblemen von Kindern. Bücher blieben fest in ihrem Herzen verankert. Heute, im Ruhestand, arbeitet sie ehrenamtlich im englischen Buchladen der Wohltätigkeitsorganisation Esra in Or Akiwa und schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie hat sich ihren Traum erfüllt und sammelt gleichzeitig Geld für hilfsbedürftige Menschen.
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Schon vor der Eingangstür kann man sehen, dass hier Freunde der Literatur am Werk sind: Alphabetisch geordnet und säuberlich aufgereiht stehen die Bücher in Regalen an der Wand. Romane, Sachbücher und Lesestoff für Kinder. In der Mitte drei Tische mit Stühlen, Schmökern ist erlaubt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Fridman und Judy Rosenblatt könnten sich kaum einen besseren Ort für ihr Projekt vorstellen.

Und das, obwohl sich an der hinteren Wand desselben Raumes eine Küche mit einem großen Ausgabefenster befindet: die Suppenküche von Meir Panim. Hier können sich Bedürftige warme Speisen abholen. Dieser Tage gibt es spezielle Rosch-Haschana-Feiertagspakete. Bücher und Mittagessen nebeneinander – in Or Akiwa funktioniert es bestens. »Die Leute sind begeistert, dass die vollen Regale eine schöne Atmosphäre zaubern, wir freuen uns, andere Menschen kennenzu- lernen«, erklärt Rosenblatt das ungewöhnliche Zusammenspiel.

PROJEKT Esra ist 1979 von Englisch sprechenden Einwanderern gegründet worden, um die Eingliederung der Immigranten durch gemeinsame Projekte und wohltätige Aktionen zu erleichtern. Die Mitglieder stammen aus den USA, England, Südafrika und Australien. Heute kümmert sich die Gemeinschaft um die verschiedensten wohltätigen Projekte, von der Schülerhilfe in Englisch und Musikkursen für äthiopische Kinder bis zu Häusern für obdachlose Mädchen oder Secondhand-Geschäften, in denen mittellose Israelis billig einkaufen können. Zweigstellen gibt es von Aschkelon bis Zichron Yaakow im ganzen Land. Esra hat sich auf die Fahnen geschrieben, die israelische Gesellschaft zu einer besseren zu machen.

»Tikkun Olam« sei etwas sehr Jüdisches, erklärt Fridman, die einmal die Woche im Buchladen arbeitet, im Komitee von Esra sitzt und im Strick-Club Kleidung für arme Kinder fertigt. Es ist auch Rosenblatts Motiv. Mit dem Bücherverkauf hilft sie, Geld für Israelis zu sammeln, denen es nicht so gut geht wie ihr selbst. Für die Frau aus New York gehört die ehrenamtliche Tätigkeit seit zweieinhalb Jahren fest zum Leben, obwohl sie als Englischlehrerin Kinder mit Lernschwierigkeiten unterrichtet und gleichzeitig studiert. Sie ist überzeugt von ihrem Engagement: »Ich nehme mir diese Zeit, weil ich es wichtig finde, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.«

Rosenblatt hat drei Kinder. Als ihr zwölfjähriger Sohn einmal sagte, sie seien wohl arm, weil sie nicht im Luxus schwelgten, zeigte ihm seine Mutter, was »arm« wirklich bedeutet. Sie nahm ihn mit in den Buchladen und zu Meir Panim. »Dieser Einblick in alle Facetten der Gesellschaft lässt schon bei Kindern andere Werte wachsen, und das ist mir sehr wichtig.«

TRADITION Die 52-Jährige will die Tradition des Helfens und Gebens ihrem Nachwuchs vermitteln, wie sie schon in ihrer Familie weitergegeben worden war. Rosenblatts Großeltern stammten aus Ungarn, emigrierten nach Israel und hatten nie viel. »Dennoch haben sie immer etwas für andere übrig gehabt«, erzählt sie. »So machen wir es nun auch, damit sich die Kette, für andere da zu sein, immer weiter vervollständigt. In diesem Jahr genauso wie im Neuen, das kommt.«

Ein Buch geht für fünf Schekel über den Ladentisch, Neuerscheinungen für zehn. Es sind keine riesigen Beträge, die durch den Verkauf zusammenkommen. Dennoch können damit verschiedene Projekte finanziert werden. Im letzten Jahr etwa kaufte Esra mit einem Teil der Einnahmen Schulbücher für acht Mädchen und Jungs, deren Eltern sie sich nicht leisten konnten, und buchten Reitkurse für behinderte Kinder. Jeden Monat geht zudem etwas an Meir Panim für Windeln und Babynahrung. Kleine Beträge, die doch in der Not eine große Hilfe sind.

Quelle: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11382

Israel Tag in Deutschland

Israel Tag in Deutschland

Meir Panim war auch in Berlin und in Frankfurt am Main mit je einem Stand vertreten.
In Berlin waren Frau Feiling, Herr Dorn und Herr Beyer am Stand präsent.
Als besonderen Hingucker und „Kommunikations-Animator“ haben wir einen Kessel Suppe (koscher vegetarisch) am Stand ausgegeben und dabei immer die Arbeitsweise der „Meir Panim Free Restaurants“ erklärt. Es war eine außerordentliche erfolgreiche Aktion und wir kamen mit viele Menschen ins Gespräch.

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