Archives for 2012 | Freunde von Meir Panim eV

Show them we Care!

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2.000 FoodCards konnten wir zu Rosh Hashanah verteilen

So beginnt das neue Jahr genau richtig – Meir Panim verteilte zu den Feiertagen Lebensmittelkarten an Bedürftige
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Tausende Menschen waren in der Lage, die Rosh Hashana Feiertage mit Essen und in Würde zu begehen. Ermöglicht wurde dies durch die Lebensmittelpakete und elektronischen FoodCards, die Meir Panim verteilt hat. Lesen Sie mehr...

Von Rosh Hashanah in einem Zelt

Von Rosh Hashanah in einem Zelt hin zu einem unabhängigen Leben
ein Meir Panim Bericht aus Or Akiva

Eine steigende Zahl ehemals stolzer israelischer Familien aus der Arbeiter-Klasse ist nun zu den sogenannten „arbeitenden Armen“ geworden, da sie nicht mit den steigenden Steuern und den zunehmenden Lebenshaltungskosten mithalten konnten.
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Sommer-Camp 2012

Meir Panim Sommer-Camp 2012

Wie bereits in den letzten neun Jahren werden wir auch dieses Jahr wieder in ganz Israel Sommer-Camps für Kinder aus bedürftigen Familien durchführen. Alle Kinder, die unser Sommer-Camp besuchen, kommen entweder auf Empfehlung über unsere Jugendclubs oder über die städtischen Wohlfahrtsämter. Dabei wird nicht auf die religiöse oder nationale Herkunft des Kindes geachtet: jedes Kind, das bedürftig ist, wird bei uns aufgenommen. Alle Kinder erhalten die Möglichkeit, die Ferien in einer sicheren und sozial stabilen Atmosphäre zu verbringen. Das tägliche Programm ist abwechslungsreich und spannend.
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Wie ich dazu kam, Meir Panim zu unterstützen?

Wie ich dazu kam, Meir Panim zu unterstützen?
Wie ich genau dazu gestossen bin, weiß ich nicht mehr. Aber - warum!

Ich muss da ein wenig ausholen.
Meine Familie lebte in Essen, Steller Straße 48. In der Steller Straße 37 stand (und steht) die Synagoge, heute Kulturzentrum. 1938 im November sah ich als Neunjährige morgens auf dem Weg zum kath. Gottesdienst und zur Schule aus allernächster Nähe die Synagoge brennen. Es war die sog. Kristallnacht. Dieses schlimme Erlebnis hat sich bei mir ganz tief eingegraben.
Anfang der sechziger Jahre - ich war damals Anfang 30, hatte ich alle schulischen und studentischen Hürden genommen und arbeitete in der Lernbehindertenschule. Hier fing ich an, mich mit dem Judentum zu beschäftigen. Mich interessierte die Geschichte diese Volkes, seine Religion, sein Zerstreutsein und Zusammenhalten, seine Kunst, Literatur, Malerei, das Leben in Israel. Ich las „Die Quelle“ von J.A. Michener, „Das ist mein Gott“ von H. Weitz, las Buber, kaufte mir die Buber-Rosenzweig-Bibel, las Paul Spiegel, Götz Aly - und und und. Dazu beschäftigte ich mich auch immer mit der Entwicklung im Nahen Osten. Die Gründung des Staates Israel und die wirklich wahnsinnigen Schwierigkeiten mit den Nachbarstaaten und anderen, wie Israel sich unter schwersten Opfern entwickelt hat - und jetzt ganz aktuell wieder um sein Existenzrecht kämpfen muss.
Ich bewundere das zutiefst und es bewegt mich.
Meine besondere Hochachtung gilt der Tatsache, dass Israel, der heutige Staat und die Israelis als Volk, auch in der schlimmsten Situation nicht die Kinder und die Armen im Stich lässt. Dass dieser Personenkreis Hilfe bekommt - in Form von Krankenhäusern, Essensausgaben, Schulspeisungen, unauffällige Einkaufskarten etc. Das alles finde ich sehr, sehr gut. Und mein ganz besonderer Respekt gilt der Tatsache, dass jeder aufgenommen wird, ohne Ansehen der Person, Nationalität , Religion, und so ähnlich wird es bei den Speisungen sein. Geholfen wird jedem, der (die, das) es braucht.
Da soll ich nicht mithelfen mit meinem winzigen Beitrag, gemessen an der Größe der Aufgabe?

(Allerdings gibt es noch ein paar andere Projekte, die mir auch sehr am Herzen liegen.)
Ich denke, wir hier in Europa, in Deutschland, in Westdeutschland, wir, denen es gut geht, materiell, wir sollten uns immer vor Augen halten, dass Menschen unverschuldet in Not und Elend und ins Exil geraten können. Wir sollten - und dürfen - das Teilen aus ganz schlichten humanen und humanitären Gründen nicht verlernen.


Hildegard Tönnishoff, Dülmen

Kulam Beseder Kampagne zu Pessach 02

"Kulam Beseder" - Teil 2

● "Saba Shimon"
Als der Sohn von Osnat Ben Yishai vorschlug, an dem “Kulam Beseder”-Projekt teilzunehmen, wollte die Familie einsame Soldaten zu sich einladen. In der Telefonzentrale erfuhren sie, dass die Soldaten bereits alle untergekommen seien, ob sie vielleicht stattdessen ein wunderbares Pärchen, das in ihrer Nähe lebt, aufnehmen würden?
Osnat wurden Name und Telefonnummer durchgegeben, ersteres kam ihr seltsam bekannt vor. Es stellte sich heraus, dass Saba Shimon der beliebte Sicherheitsbeamte ist, der an der Schule ihrer Kinder arbeitet. “Die Kinder erzählen oft von Saba Shimon, weil er immer so nett zu ihnen ist und Süßigkeiten verteilt. Ich habe mich sehr gefreut, Saba Shimon und seine Frau zu uns einzuladen, aber gleichzeitig war ich betrübt, dass ganz in unserer Nähe ein Paar von uns unerkannt in Not geraten war.”
Das gemeinsame Einkommen von Shimon und seiner Frau beträgt 5.000 ILS und deckt gerade die Fixkosten. Zusätzliche Kosten wie für das Chag treffen sie hart. Sie haben keine Kinder, die sie unterstützen können, insofern war Meir Panims Projekt die ideale Lösung für sie.
Osnat, die kürzlich ihren Vater verloren hat, freut sich, dass Shimon den leeren Stuhl während der Seder einnehmen wird.

● Nachbarn
Chagit rief in der Zentrale an, um einen Bedürftigen zu sich einzuladen. Der ehrenamtliche Mitarbeiter fragte nach ihrer Adresse und stellte zu seiner Überraschung fest, dass die Anfrage einer großen Familie aus demselben Gebäude vorlag! Das hörte sich zwar perfekt an, aber trotzdem konsultierte er Shalom, den Leiter der Zentrale. Beide machten sich Gedanken, ob es für die Familie unangenehm sein könnte, dass Nachbarn auf diese Weise von ihrer problematischen Situation Kenntnis bekamen.
Shalom kam auf die Idee, dass Chagit zu ihren Nachbarn gehen sollte, um sie zu fragen, ob sie nicht den Platz eines Gastes während des Pessachfestes einnehmen wollten, der kurzfristig abgesagt hatte. Ob sie Chagits Familie die Ehre erweisen würden, ihnen Gesellschaft zu leisten? Freudig nahmen die Nachbarn die Einladung an.
Chagit sieht das Ganze als einen Wink des Schicksals. Sie ahnte nicht, dass sich ihre Nachbarn das Chag nicht leisten können.
(Als die Zentrale bei den Nachbarn anrief, um ihnen mitzuteilen, dass sich leider niemand gefunden hat, sagten sie, dass Gott selbst sich bereits darum gekümmert hätte.)
Diese einfühlsame Lösung, die unsere engagierten Mitarbeiter gefunden haben, sorgt mit Sicherheit für ein Chag Sameach!

Kulam Beseder Kampagne zu Pessach 01

Aufmunternde Beispiele der erfolgreichen „Kulam Beseder“-Kampagne
 
 
Dieses Jahr hat Meir Panim die Israelis nicht um Spenden gebeten, sondern um ihre aktive Mitarbeit bei einer Initiative, die sicherstellen sollte, dass keiner allein Passah feiern muss. Jeder Bedürftige erhielt eine Einladung bei israelischen Gastgebern.
Die Hilfsbereitschaft übertraf all unsere Erwartungen! Über 6.000 Anrufe gingen in unserer Telefonzentrale ein, die Angebot und Nachfrage koordinierte.
Meni Shalom, Leiter der Zentrale, ist überwältigt von der Menge der Anrufe, die ihn und sein Team schwer beeindruckt haben: „Für mich steht fest: Unser Volk ist etwas Besonderes.“ Shalom sorgt dafür, dass auch Listen vom Wohlfahrtsamt berücksichtigt werden.
„Hinter den Anrufen kamen viele besondere Geschichten zutage,“ sagt er.
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Hier nur einige Beispiele:
 
● Lea, 84, rief in der Zentrale an. Sie ist eine Holocaust-Überlebende, deren Mann verstorben ist, die Kinder leben weit weg. Sie hat zwar ein paar Verwandte in Israel, aber keinen Kontakt mehr zu ihnen.
„Nach langer Zeit wollte ich mal wieder Passah als Familienfeier erleben. Wer weiß, wie viele Passahs mir noch bleiben?“ Lea bat uns darum, ihr eine Familie zu suchen, die in ihrer Nähe wohnt, denn sie kann nicht mehr so weit reisen. Sie hatte kaum Hoffnung, dass sich jemand finden würde…
Einige Tage später präsentierten Shalom und sein Team ihr die ‚perfekte‘ Familie. Die Morgensterns wollten schon seit langem einem Holocaust-Überlebenden etwas Gutes tun, da ihre eigene Familie ebenfalls Opfer des Terrors in Auschwitz wurde. Herr Morgenstern fühlte sich geehrt: „Wir tun Lea keinen Gefallen, sondern sie bereichert unser Familienfest mit ihrer Anwesenheit. Und wir wünschen uns, dass sie sich auch nach Passah als Teil unserer Familie fühlt.“
 
● Pnina aus Nehariya ist alleinerziehende Mutter. Bevor ihr Sohn auf die Welt kam, versprach sie ihm, dass sie niemals allein sein werden. Doch es erwies sich als schwierig, dieses Versprechen einzuhalten. Sie verlor Kontakt zu ihrer Familie aufgrund von Erbstreitigkeiten. 
Als sie vor zwei Jahren von Meir Panims Kampagne hörte, griff sie eher zögerlich zum Hörer. Doch die Familie Aharon, die in derselben Stadt lebt, hat sie inzwischen in ihr Herz geschlossen. Seit dem ersten Chag sind Pnina und Amir in die Familie aufgenommen worden. Sie werden zu allen Familienfeiern eingeladen und erfahren Unterstützung von ihnen. „Sie sind die Familie, die ich nie hatte.“
 
● Yarden, 27, lebt in Tel Aviv. Aufgrund einer genetisch bedingten Störung ist er blind. Er hat nur seinen Hund an seiner Seite. 2008 waren seine Eltern aufgrund der Wirtschaftskrise so verschuldet, dass sie nach Australien auswandern mussten. Yarden blieb allein zurück. Seid ihrer Abreise feiert er Chagim allein.
„Da ich es mir nicht leisten kann, in einem Hotel oder Restaurant zu feiern, bleibe ich lieber zuhause.“ Doch in diesem Jahr nahm Yarden all seinen Mut zusammen und rief im Meir Panim Zentrum an.
„Ich war sehr skeptisch.“ Er zweifelte daran, dass jemand ihn und seinen Hund aufnehmen würde.
Einige Stunden später fand sich eine Familie für ihn. Die Alfasis in Holon hatten vor einigen Monaten ihren geliebten Hund verloren. Daher freuten sie sich besonders darüber, Yarden und seinen Hund mit sich feiern zu lassen. Sie werden die beiden von Zuhause abholen. „Yarden soll endlich etwas Licht in seinem Leben haben.“

Grusswort vom Vorstand zu Pessach

Liebe Freunde von Meir Panim
können Sie sich ein kleines Kind vorstellen, das mit leerem Magen einen schweren Schultag ohne eine gesunde Mahlzeit durchsteht? Wie soll sich ein hungriges Kind mit knurrendem Bauch und Kopfschmerzen auf den Unterricht konzentrieren? Wo soll es die Energie zum Lernen und Heranwachsen hernehmen?
Tausende von Kindern in Israel sind täglich Mangelernährung ausgesetzt. Dagegen müssen wir etwas unternehmen, denn die Zukunft dieser Kinder steht auf dem Spiel.

Mehr als 1,7 Millionen Menschen in Israel leben unterhalb der Armutsgrenze, 837.300 davon sind Kinder. Einige von ihnen müssen jeden Abend hungrig zu Bett gehen. Andere sehen keine Hoffnung mehr für ihre Zukunft.

Wir können nicht die Tatsache ignorieren, dass eine ganze Generation unter den Konsequenzen ungesunder Mangelernährung auf lange Zeit zu leiden hat.

Meir Panim will diesen Kindern und ihren Familien eine Überlebenschance sichern. Durch Suppenküchen, Lebensmittelkarten, Ausbildungsprogramme, Essen auf Rädern und Jugendclubs. Wir werden dabei von Freunden unterstützt, die so wie Sie nicht gleichgültig zusehen mögen, wie Menschen in diesem Teufelskreis untergehen.
Die „Freunde von Meir Panim e.V.“ unterstützt ein gut laufendes Hilfsnetzwerk, das Lebensmittel, Kleidung und soziale Programme auf die Beine stellt, um Kinder und Familien aus ihrer prekären Lage herauszuholen. Meir Panim leistet dabei nicht nur Entlastung für diese Bedürftigen mittels praktischer Hilfestellung, die in 50 Städten in Israel unter dem Motto „Ein Lächeln auf jedes Gesicht!“ bereitgestellt wird. Wir bauen die Menschen auch emotional auf, indem sie ihre Würde und ihren Stolz bewahren können.

Während Passach wird Meir Panim Tausende Care-Pakete, die hochwertige Lebensmittel wie Fisch, Wein, Eier, Obst und Gemüse sowie Matzah enthalten, verteilen. Meir Panim wird auch Passach Seders abhalten und Passach-Gerichte an Familien austeilen, die sonst nirgendwo mitfeiern können.

Schon eine kleine Hilfe kann im Kampf gegen den Hunger entscheidende Linderung bringen. Ihre Unterstützung sichert den Kindern in Israel die Möglichkeit, der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zu entkommen und ihr Schicksal in eine bessere Bahn zu lenken.

Bitte schicken Sie uns Ihre Spende so schnell wie möglich, damit wir sie noch rechtzeitig zum Passach-Fest umsetzen können.
Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit und Frieden zu Passach.


Mit freundlichen Grüßen,


David Roth
Vorstand

Warum ich die Arbeit der Freunde von Meir Panim unterstütze - von CK

Meine Familie und ich haben Herrn Johannes Beyer als eine herzliche, tadellose und bereichernde Person kennenlernen dürfen. Nicht zuletzt hat er uns Einblicke in seine wundervolle jüdische Seele und in seine Arbeit für ‚Meir Panim‘ geschenkt. Vor einiger Zeit hatte ich das Vergnügen mit Ihm über das Thema Tzedaka (=jüdische Wohltätigkeit) zu reden und er bat mich daraufhin, ihm etwas dazu aufzuschreiben, dem ich gerne nachkommen möchte.

Es gab für meine Familie und mich regelrecht eine Zeit bevor wir das jüdische Konzept Tzedaka für uns angenommen haben und eine Zeit danach. Die Idee der Tzedaka ist von herkömmlichen Begriffen der Wohltätigkeit, z. B. Almosen oder Hilfsspenden, etwa so verschieden, wie der Mond nicht dem Abendstern, der Venus, gleicht. Gebe ich einer bedürftigen Person Almosen, so gebe ich ihr ein Geschenk. Ich überreiche ihr etwas von meinem Eigentum und tue ihr damit etwas Gutes. Nicht so in der Tzedaka, die sprachlich von der hebräischen Wortwurzel für Gerechtigkeit hergeleitet wird. Gebe ich Tzedaka, so tue ich das Rechte, ich gebe etwas von dem, was Gott mir zur gerechten Verwaltung anvertraut hat und der Empfänger schenkt mir die Freude, Gottes Partner in der Welt zu sein. Die Idee dahinter: Wie alles, so kommt auch mein Reichtum von Gott und er vertraut darauf, dass ich ihm helfe, die Welt zu heilen. Die klassische Frage der Theodizee: ‚Wie kann Gott Leid zulassen?‘ löst sich in der viel wichtigeren Frage: ‚Wie kann ich Leid zulassen, wo es mir möglich ist zu helfen und mir Gott dies geboten hat?‘ auf. Gebe ich Tzedaka, werde ich Partner Gottes und tue ganz einfach, was richtig ist. Meine beiden Mädchen werden aufgefordert mir als Vater zu helfen, Freunde Gottes in dieser Welt zu werden. Ich frage: Mögt ihr diesem oder jenem bedürftigen Menschen etwas geben? - Oh ja! Und sie springen und laufen und geben mit Freude. Wie oft konnte ich beobachten, dass unsere routinemäßige Geste des Gebens einiger Münzen, dann auch andere Menschen, etwa in der Strassenbahn, aus ihrer Scham oder ihrer Zurückhaltung befreite und sie sich ebenso entschliessen konnten zu geben! Unsere häusliche Spendenbox wird regelmässig mit kleineren Beträgen gefüllt, das trainiert die gebende Hand. Meine Börse kann ganz schnell leichter werden, wenn die Fahrt mit der U-Bahn einmal länger dauert und meine beiden Mäuschen in Freude beim Geben aufgehen. Neulich fragte mich die Kleinere von beiden, ob Sie nicht auch von ihrem Taschengeld etwas spenden sollte, weil ja eigentlich jeder etwas, von dem, was er hat, abgeben soll: Baruch HaSchem! Ja, wenn Du gibst, wird Gott Dir geben!

Im religiösen Jahr nähern wir uns Pessach und der Mitte der Schrift, dem 3. Buch Mosche 19:18 „Du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst!“ In der Tzedaka gilt es, von innen nach aussen zu helfen. Wie konzentrische Kreise um uns als Mitte herum gedacht, sind wir dazu verpflichtet, unserer nahen Familie zu helfen, dann den bedürftigen der Gemeinde, der Stadt, dem Land, dann fernen Ländern und der weiten Welt. Israel gilt hierbei hinsichtlich der Tzedaka nicht als fernes Land, wie man vielleicht annehmen könnte. Hilfe für Israel gilt als Hilfe in der näheren Umgebung. Als höchste Stufe der Tzedaka gilt es, nach Maimonides, jemandem zu helfen, nicht sein Geschäft, seine Möglichkeiten und Potenziale zu verlieren, jemandem zu helfen einen Job zu finden und zu helfen, nicht erst von anderer Hilfe abhängig zu werden, sondern zukünftig selber in Menschenwürde anderen geben zu können. Deshalb spende ich für Meir Panim, weil ich so beispielsweise Schulkinder in Israel unterstützen kann, dass sie ihre Möglichkeiten entfalten können. Und ich unterstütze Familien in Bedürftigkeit, einmal Luft zu haben, sich auf wichtige Dinge in ihrem Leben konzentrieren zu können und sich nicht verlassen und allein zu fühlen, sondern das Licht der Freude des Gebens und des Nehmens zu erfahren. Den Schulkindern, den bedürftigen Familien und den Menschen in den Suppenküchen möchte ich das wichtige Band der Verbundenheit durch gerechte Taten schenken und spende deshalb regelmässig monatlich. Es ist guter Brauch, Tzedaka in der Höhe von 18 oder einem Vielfachen von 18 zu geben, etwa 36 oder 72. 18 ist der Zahlenwert des Wortes Chai (= Leben, aus den Buchstaben Chet und Jod) und betont die herausragende Bedeutung des Lebens in der jüdischen Gemeinschaft.



Mit freundlichen Grüssen,
Ihr CK